Mit eigenen Worten: Klaus Brunnstein

Am 19. Mai 2015 ist Klaus Brunnstein gestorben, dem heise.de einen Nachruf widmet: »Gegen die Verdreckung der Privatsphäre«. Die Themen seines Wirkens und seine informatische Forschung sind vielschichtig: Längst nicht nur der Datenschutz war sein Thema, auch die Sicherheit informationstechnischer Systeme hat ihn jahrzehntelang beschäftigt. Auf die Frage, welche Rolle bei der IT-Sicherheit die Anbieter denn spielen, antwortete Brunnstein in einem Interview im Jahr 2003: Keine rühmliche. Es fehlen formale Ingenieurtechniken, die woanders längst gelten: Autos werden unter härtesten Bedingungen getestet, und kein Benutzer einer Maschine würde akzeptieren, für Schäden durch Fehlfunktionen selbst haften zu müssen. »

Nicht nur für Cumberbatch-Fans

Das kann eigentlich nur sehenswert werden: Benedict Cumberbatch wird in »The Imitation Game« den Mathematiker und Demiurgen des Digitalen Alan Turing zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges spielen. Es wurden keine Kosten und Mühen gescheut, um eine »Bombe« eigens für den Film zu bauen. Die »Bombe« genannte Maschine half in Bletchley Park bei der Entschlüsselung der Nachrichten, deren Inhalt mit der von Kriegsgegner Deutschland verwendeten Enigma verschlüsselt worden war. Bis zu dreitausend Nachrichten konnte die Maschine pro Tag verarbeiten. »

Heinz Zemanek (1920-2014)

Meine Begegnung mit Heinz Zemanek ist knapp dreißig Jahre her, damals war ich ein Kind im Grundschulalter und wusste nicht, wer da mit uns am Tisch des koreanischen Restaurants saß. Er brachte mir dort eine Geheimsprache bei, nein, eher einen rhythmischen Tanz mit den Fingern. Ich konnte ab diesem Zeitpunkt mit nur fünf Fingern bis 31 zählen, der größte Zaubertrick meines Lebens für mich. Damals dachte niemand, dass wir uns dereinst Computer ans Ohr halten werden, wenn wir lediglich mit anderen Menschen sprechen wollen. »

Corinna Bath: „Diffractive Design“

Abstract Der unten wiedergegebene Text ist ein Gedächtnisprotokoll eines Vortrags von Corinna Bath, in dem sie über ihr Habilitationsprojekt „Diffractive Design intelligenter Maschinen: Wie lässt sich die Modellierung des Humanen in der Informatik feministisch gestalten?“ sprach. Darin vertrat sie die These, dass die Informatik eine Disziplin ist, in der es im Wesentlichen um die Modellierung des Humanen geht und damit stets auch Vergeschlechtlichungen der informatischen Artefakte verbunden ist. Diese These diente ihr als Grundlage zur Analyse informatischer Tätigkeit. »